zurück

Architektur Dresdens in Kurzform

Gotik

Im 14 Jh. prägte die Gotik das Stadtbild Dresdens, ein typisches Beispiel dafür ist der gotische Vorgängerbau der heutigen Frauenkirche, welche 1477 eine Choranlage und 1497 einen Dachreiter im Gotik Stil erhielt

Renaissance

Ab dem Jahr 1530 wurde im Rahmen der Renaissancebewegung die Dresdner Kunst und Architektur eigenständig und prägte Dresden bis in das 17 Jh.

Barock

Die bedeutendste Architekturform in Dresden war und ist Barock. Der Architekt Pöppelmann prägte sehr stark diese Epoche, welche noch heute Dresdens Stadtbild bestimmt und Besucher aus aller Welt anzieht. Der Zwingerbau 1710/1711 begonnen, erlebte mit der Errichtung vom Kronentor im Jahre 1714 einen Höhepunkt. Ein weiteres Beispiel ist die Dresdner Hofkirche, welche eindrucksvoll die Schönheit vom barocken Baustil verkörpert.

Frührokoko

Palais Brühl und das Kurländer Palais sind noch heute sichtbare Beispiele für die Dresdner Frührokoko Epoche. Johann Christoph Knöffel, ein Schüler von Pöppelmanns, entwickelte aus Hochbarock Elementen zu dem neuen Baustil, welcher mit der Fertigstellung vom zweiten Belvedere, den Abschluss 1751 fand.

Klassizismus

Der Franzose Longgueline, wird als Vater des Klassizismus in Dresden bezeichnet. Er und Knöffel nahmen auch Einfluss auf Elemente der Frauenkirche und prägten nachhaltig den Baustil in Dresden.

Der Klassizismus reichte von 1715 bis ins 18. Jahrhundert und erreichte 1827 mit der Ernennung Joseph Thürmers als Professor der Dresdner Kunstakademie den Höhepunkt.

Historismus

Durch den Tod Joseph Thürmers im Jahre 1834 wurde der Gottfried Semper zum Leiter der Dresdner Bauschule und damit der Weg zum Historismus geebnet.

Neugotik

Gottfried Semper leitete mit dem Cholerabrunnenbau die Neugotik im Jahre 1843 ein und löste den Historismus ab. Mit dem Bau der Johanneskirche und der Kreuzschule unter Friedrich Arnold erlebte Dresden den Abschluss der Neugotik

Neoromantik

Die Jacobikirche erbaut von Jürgen Kröger und die Martin Luther Kirche erbaut von Ernst Giese und Paul Weidner bildeten den Höhepunkt der neoromantischen Sakralbau Epoche in Dresden

Neorenaissance

Gottfried Semper war es, der von 1841 bis 1869 die Neorenaissance Zeit entscheidend mitprägte und mit dem Bau der Semperoper mit Formen der italienischen Spätrenaissance grosse und entscheidende Zeichen setze. Semper und sein Schüler Hermann Nicolai bildeten zudem viele sächsische Architekten und Baumeister aus und leisteten damit einen grossen Beitrag in die Nachwuchsförderung und Schulung. Dies wiederum wirkte sich sehr positiv auf die Dresdner Bau und Architekturlandschaft Ende des 18. Jahrhunderts aus

Jugendstil

Der Umbau der Kreuzkirche Dresden erfolgte einem Brand (1897) im Jugendstil. Dieser Baustil setzte sich nicht nachhaltig durch und wurde schnell durch die Reformarchitektur abgelöst.

Expressionismus

Begünstigt durch die Novemberrevolution im Jahr 1918 wurde der Expressionismus ab 1920 die nächste prägende Architekturetappe in Dresden, Beispiel dafür sind u.a. Dresdner Stadthaus.

Architektur- Etappen ab 1930

Neoklassizismus ab 1930 und die Heimatverbundene Architektur ab 1933 bis Kriegsende bestimmten die Etappen vor und bis zum Ende vom zweiten Weltkrieg.

Leider wurde durch die sinnlose Zerstörung Dresdens am Ende des 2. Weltkrieges sehr viel Dresdner Baukunst aus vielen Jahrhunderten praktisch über Nacht vernichtet.

Sozialistischer Neoklassizismus und Nachkriegsmoderne

Von 1951 bis ca. 1970 bestimmten die kommunistischen Einflüsse in Form einer stalinistischen Architekturdoktrin das Bauwesen in Dresden. Es wurde einfacher und schlichter gebaut und die Einflüsse früherer Dresdner Architekturetappen wurden nur noch vereinzelt berücksichtigt.

Ein positives Beispiele dafür ist die Rasterfassade mit Ziegeldach vom TU Studentenwohnheim in der Günzstrasse, welches von 1953 bis 1955 realisiert wurde.

Der internationale Baustil (Hochbauten)

Ab dem Jahr 1958 setzte sich in Dresden der internationale Baustil durch, die ersten Hochhäuser waren das Ergebnis (Beispiel Haus der Presse 1958 bis 1961 erbaut) Das Gebäude mit 13 Stockwerken wurde mit einer Stahlkonstruktion in Montagebauweise errichtet.

Flachbauten Stil

Einen rigorosen Bruch mit dem historisch überlieferten Stadtgrundriss und der vormodernen Architektur" leistete der 1969 fertiggestellte Kulturpalast, er ist ein typisches Beispiel des modernen Flachbaustils und steht noch heute praktisch unverändert im Zentrum von Dresden.

Der Plattenbaustil

Ab dem Jahr 1963 wurde die teure und historisch überlieferte schöne Bautradition endgültig aufgegeben. Gemäß dem „Neuen ökonomischen Systems der Leitung und Planung der Volkswirtschaft" wurde die kostengünstigere Plattenbauweise eingeführt. Diese bestimmte leider nicht nur die neue Bauweise in Dresden, sondern überall in der ex. DDR wurden Plattenbausiedlungen im großen Stil errichtet. Typische Beispiele in Dresden sind noch heute u.a. die Einkaufmeile „Prager Straße" und das Neubaugebiet Johannstadt und Prohlis.

Bildzeichenarchitektur und Postmoderne Architektur

Unter W. Ulbricht (ehemaliges Staatsoberhaupt der DDR) wurde die Bildzeichenrrchitektur eingeführt (Beispiel Rundkino Dresden und Ruderzentrum Blasewitz). Dieser Trend fand nicht nur in der ehemaligen DDR statt, sondern wurde zum Teil weltweit für bestimmte Gebäude übernommen.

Von 1980 bis 1990 folgte die Postmoderne Architektur Ost, welche wiederum durch den Einfluss der damaligen Sowjetunion geprägt wurde. Dieser Einfluss reichte auch noch in die sogenannte „reformierte Platte", welche das Ende der „ kommunistischen Massenbauweise" darstellte.

Barockisierende Architektur

Mit dem Bau vom Hotel Bellevue und vom Hilton Hotel Dresden wurden die ersten Schritte in Richtung alter und wieder auf Schönheit und Eleganz bedachter Bautraditionen noch unter der ehemaligen DDR Führung getan.

Nach der Wende hat sich der Trend vollständig durchgesetzt und bestimmt noch heute die aktuelle Bautätigkeit speziell am Neumarkt Dresden. Hier wurden neben dem Juwel Frauenkirche zahlreiche Bauwerke ja ganze Straßenzüge in barockisierender Architektur neu erstellt oder sogar Originalgetreu wieder aufgebaut. Neben der Frauenkirche ist sicher der Wiederaufbau vom Taschenbergpalais, dass zweite sehr eindrückliche Beispiel für diese Etappe. Seit der Wende 1989 wird durch den hier begonnen Wiederaufbau am Neumarkt, sächsische Bauhandwerkskunst geradezu zelebriert und kontinuierlich gefördert. Die Welt blickt von Jahr zu Jahr intensiver nach Dresden, die Schönheiten welche hier entstanden (u.a. Coselpalais, Steigenberger Hotel und Q Passage) sowie die zahlreichen Restaurants und Kaffes tragen wesentlich dazu bei. Eine Fortsetzung wurde jetzt im April mit der Fertigstellung vom neuen Swissotel realisiert, in beeindruckender Schönheit erstrahlt jetzt die Schlossstrasse in altem Glanz und stilvoller Eleganz.

Barocke Kunst im Zwinger Dresden
Barocke Kunst im Zwinger Dresden
Cosel Palais Dresden ein Barock Juwel
Cosel Palais Dresden ein Barock Juwel
Jugendstilvilla in Dresden Striesen
Jugendstilvilla in Dresden Striesen

4 von 11 Fotos

Dresden and more
Herr und Frau Busch
Ackerstrasse 18
8302 Kloten
info@dresdenandmore.ch
www.dresdenandmore.ch